All in One Bag
Anleitung

INKUBATION
Verunreinigungen sind der häufigste Grund, warum es mal nicht klappt. Arbeite also zügig und sauber, um deiner Kultur den perfekten Start zu gönnen!
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Platz vorbereiten: Desinfiziere deine Hände und deinen Arbeitsplatz gründlich. Sicher ist sicher!
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Port reinigen: Wisch den Injektionsport am Beutel kurz mit einem 70%igen Alkohol-Pad ab.
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Kultur mixen: Schüttle deine Flüssigkultur-Spritze einmal ordentlich durch, damit sich das Myzel gleichmäßig verteilt.
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Nadel sterilisieren: Wenn du eine frisch ausgepackte Nadel hast, kannst du direkt loslegen. Falls nicht: Erhitze die Nadel mit einer Flamme.
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Beimpfen: Spritz ganz vorsichtig etwa 3–5 ml der Kultur durch den Port in den Beutel.
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Versiegeln (optional): Falls du eine dickere Nadel benutzt hast, kleb nach dem Rausziehen einfach ein kleines Stück atmungsaktives Tape über den Port.
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KOLONISATION
So fühlt sich dein Myzel wohl. Die optimalen Bedingungen
Damit deine Kultur so richtig Gas gibt, braucht sie das passende Umfeld. Hier sind die Eckdaten:
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Temperatur: Am besten sind 20–24°C. Wenn’s wärmer wird, steigt das Risiko für Schimmel; ist es kühler, lässt sich das Myzel beim Wachsen Zeit.
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Licht: Nicht nötig! Such dir einfach ein dunkles, sauberes Plätzchen.
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Dauer: Hab ein bisschen Geduld – das Ganze dauert etwa 4–5 Wochen.
Der „Break & Shake“-Prozess
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Der erste Mix: Sobald etwa ein Drittel (1/3) des Getreides weiß ist, bröselst du die Klumpen vorsichtig auf und vermischst sie mit dem restlichen Getreide.
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Erholungspause: Lass den Beutel danach für 5–7 Tage ganz in Ruhe, damit sich das Myzel erholen kann.
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Der finale Shake: Wenn alles komplett besiedelt ist (also alles 100 % weiß leuchtet), vermischst du das ganze Substrat ein letztes Mal. So stellst du sicher, dass das Wachstum überall gleichmäßig ist.
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FRUCHTUNG &
ERNTE
Damit deine Ernte am Ende auch richtig groß ausfällt, kommt es jetzt auf das richtige Klima an. Hier sind die Details für die Fruchtungsphase:
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Temperatur: Halte sie zwischen 18–24 °C (je nachdem, welche Sorte du züchtest).
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Licht: Deine Pilze mögen es hell, aber bitte kein direktes Sonnenlicht – indirektes Licht ist perfekt.
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Feuchtigkeit: Besprühe den Beutel nur mit einem feinen Nebel, wenn er trocken aussieht. Wichtig: Sprühe niemals direkt auf die Pilze!
Der Prozess:
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Vorbereitung: Wir empfehlen, ein Gummiband um die Substratlinie zu legen. Das verhindert das sogenannte „Side-Pinning“ (Pilze, die unpraktisch an der Seite wachsen).
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Frische Luft: Mach einen kleinen Schnitt in den Beutel für den Luftaustausch. Mit einem Clip kannst du das Ganze einfach regulieren.
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Wachstum ankurbeln: Sobald sich kleine Köpfchen (Pins) von etwa 3–5 mm zeigen, brauchen sie mehr Sauerstoff. Öffne den Beutel 1–2 Mal täglich für ein paar Minuten.
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Die Ernte: Benutze am besten Handschuhe. Drehe oder schneide die Pilze vorsichtig ab, kurz bevor sie ihre Sporen abwerfen.
Pro-Tipp: Um das Maximum aus deinem Kit rauszuholen, achte auf indirektes Licht und hohe Luftfeuchtigkeit. Ernte immer kurz vor dem Sporenabwurf! Danach kannst du das Substrat für 12–24 Stunden in kaltem Wasser baden („Dunking“), um die nächste Erntewelle (Flush) auszulösen.
